Elephant-Camp:

Etwa 5.000 indische Elefanten gibt es noch in Thailand, einst sollen es viermal so viele gewesen sein. Diese mächtigen Tiere spielten von jeher eine wichtige Rolle im Leben der Thai, sie waren sogar auf der einstigen siamesischen Flagge und auf Münzen zu sehen. Könige bestritten auf ihnen ihre Kriege und Reparationsleistungen bestanden oft in der Übereignung riesiger Elefantenherden. Als eines der wichtigsten Erlebnisse im Leben des Buddhas wird das zusammentreffen mit einem Elefanten bezeichnet, den sein Vetter auf ihn hetzte. Allein durch die Kraft seiner Liebe soll der Erleuchtete diesen Elefanten vom Angriff abgehalten haben.

Charakteristisch für die Landschaft Nordthailands ist der Elefant. Die Kraft und Trittsicherheit dieser zu Arbeitstieren abgerichteten Dickhäuter machen sie in der Enge der Bergwälder beim Abtransport der Teakholzstämme zu unverzichtlichen Partnern der Menschen. Nach dem drastischen Rückgang der Teakholzbestände wurde jeglicher Einschlag, von der Regierung Thailands, verboten, so dass die Elefanten heute fast nur noch in den Ausbildungscamps ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen können. Allerdings werden auch heute noch Elefanten für die Waldarbeit eingesetzt.
Der Elefant wird von einem Elefantentreiber, Mahout, geführt, wobei er nur dieser Bezugsperson gehorcht. Elefanten sind meist gutmütig, unberechenbar werden sie allerdings in den Wintermonaten. Grund dafür ist ein Sekret, das eine kleine Öffnung am Kopf während der Paarungszeit absondert und das ihnen in die Augen läuft. Außerdem hat ihr sprichwörtlich gutes Gedächtnis (vor allem an Unangenehmes) schon so manchen Mahout überrascht - und auch das Leben gekostet.

"Weiße Elefanten", auch wenn es sie streng genommen in der zoologischen Namensgebung nicht gibt, werden in Thailand besonders verehrt. 32 Merkmale sind es, die einen solchen Elefanten von seinen Artgenossen unterscheidet. So besitzt er z.B. 20 statt 16 Fußnägel und hat rote Augen. Er ist jedoch nicht vollständig weiß, er unterscheidet sich von seinen Artgenossen nur durch etliche größere und kleinere weißer Flecken am Kopf und Ohren. Je mehr solcher Elefanten während der Regierungszeit eines Koenigs gefunden werden, um so glücklicher werden diese Jahre für den Herrscher und sein Volk. So gesehen müsste die Amtszeit von Koenig Bumibol unter einem besonders glücklichen Stern stehen, da mittlerweile 16 weiße Elefanten gefunden wurden.
Sie werden nach dem Einfangen in einer feierlichen Zeremonie zu heiligen Elefanten erklärt, im Dusit Zoo von Bangkok eingewöhnt, danach in prächtigen Stallungen innerhalb der königlichen Chitralada-Residenz (für Besucher nicht zugänglich) gehalten und besonders liebevoll gepflegt.

In der Region um Chiang Mai gibt es viele Elefanten-Camps. Dort können Sie sich eine Vorführung anschauen, in der Ihnen die Fähigkeiten der Elefanten, z.B. der Umgang mit Holzstämmen, gezeigt wird. Natürlich werden auch Elefantentouren angeboten, die von 1 bis 4 Stunden dauern können und durch die herrlichen Täler führt.