Unser neues Haus in Thailand

Wir hatten schon immer geplant in Thailand ein neues Haus zu bauen. Wir besitzen zwar bereits das Elternhaus meiner Frau, aber wir wollten ein Haus nach unseren Wünschen bauen. Wir hatten zuerst an ein Holzhaus gedacht und uns bei verschiedenen Anbietern in Rayong, Phrae und Utaratid informiert sowie viele Holzhäuser im Khao Yai oder in unserer Umgebung angeschaut. Hier sahen wir so viele schöne kleine Salas, dass wir zuerst unsere alte einfache Sala (eher ein Unterstand) ersetzten. Hierfür ließen wir in Pak Chong bei einer Firma, die direkt an der Autobahn A2 in Richtung Bangkok ihre Häuser ausstellt und dort zusammenbaut, eine Sala nach unseren Wünschen bauen und in unseren Garten aufstellen. Das war im Jahr 2013.

 Unsere neue Sala:

Unsere Sala im Rohbau auf dem Bauplatz in Pak Chong

Unsere Sala in unserem Garten

 

Bereits im Jahr 2012 trafen wir uns mit einer Architektin, die uns empfohlen wurde, um ein Haus zu entwerfen. Im Wawee Caffee in Korat wurde so bei ein paar Kaffees und Kakaos unser Haus entworfen. Sehr schnell war uns klar, dass unser Haus kein reines Holzhaus sein wird. Dies wäre extrem teuer geworden und der Pflegeaufwand um einiges größer. Aus diesem Grund entschieden wir uns das Haus aus Beton und Steine zu erbauen und dies großzügig mit Holz zu verkleiden. Zuerst sollten die Zimmerwände komplett aus Holz erstellt werden, aber auch dies haben wir im laufe der Zeit angepasst. Da uns hierzu unsere Baufirma geraten hatte.
Die Idee war möglichst viel Fläche im Freien zu haben und nur das nötigste nach innen zu verlegen. Ich wollte auf keinem Fall innen liegenden Flure und daraus wurde ein Haus mit Zimmern, die alle von außen über eine in U-Form umlaufende Galerie oder die Terrasse erreichbar sind. Die Architektin sandte uns alle Entwürfe nach Deutschland und nach relativ kurzer Zeit hatten wir Entwürfe und alle notwendigen Pläne für unser Haus. Allerdings planten wir zuerst dieses Haus auf einem anderen Grundstück zwischen unseren Teak Bäumen zu bauen.

Entwürfe zu unserem neuen Haus:

 

Im Jahr 2013 saßen wir dann in unserer neuen Sala mit den fertigen Plänen für unser Haus und dachten über den Bauplatz nach. Sehr schnell waren wir uns einig, dass der erste Standort nicht optimal ist. Denn es liegt alles etwas versteckt und war nicht unter "Kontrolle", was für ein nicht ständig bewohntes Haus in jedem Land der Erde ein Problem ist. Daher fing ich an zu Messen und zu überlegen, wie wir das Haus auf das Grundstück unseres "alten Hauses" bauen könnten. Sehr schnell war klar, dass es zu groß war. Aber das war nicht allzu problematisch, denn die Zimmer waren sehr großzügig dimensioniert und den hinteren Anbau benötigten wir auf diesem Grundstück aufgrund der vorhandenen Infrastruktur nicht. Also ließen wir aus dem Haus etwas "die Luft" raus, es wurde etwas schmäler und kürzer.

Die Schwägerin meiner Frau hatte uns immer über Neubauprojekte schöner Holzhäuser in der näheren Umgebung informiert. So trafen wir während unseren Besichtigungstouren auf unsere zukünftige Baufirma, die gerade ein Vollholzhaus im Nachbardorf bauten. Wir sahen sofort, dass sie sehr ordentlich arbeiteten und sympathisch waren sie uns auch. Die Firma besteht aus Vater, Mutter und Sohn sowie zusätzlichen Arbeitern. Also ein Familienbetrieb, deren Schwerpunkt im Holzbau liegt.

Tscheng der Sohn schaute sich den geplanten Bauplatz hinter unserer Sala an und machte sich so seine Gedanken. Nach vielen Telefongesprächen zwischen Deutschland und Thailand waren meine Frau und Tscheng sich einig. Ich hatte mich ab diesem Zeitpunkt zurück gezogen und war nur noch beratend tätig. Es war das Projekt meiner Frau und sie hatte auch alles gut im Griff. Vor Ort spannten wir einen Onkel meiner Frau ein, der alles kontrollierte und das Baumaterial besorgte. Onkel John war die perfekte Wahl, er hatte immer alles im Auge und besorgte gutes preiswertes Baumaterial. Zuerst musste natürlich ein Baugenehmigung her, die allerdings kein allzu großes Problem war, da Pläne und Statiken vorlagen.

Der Bau begann noch im Jahr 2013 und wurde über Facebook Fotos von uns überwacht. Dies war absolut klasse. Unsere Nichten machten von allem Fotos, so dass wir immer alles aus der Ferne im Blick hatten und gut reagieren konnten. Unsere Baufirma stellte sich als Glücksgriff heraus. Sie waren zwar sehr langsam, aber bauten dafür sehr ordentlich und preiswert waren sie noch dazu.
Viele Dinge wie Fliesen, Holzteile, Sanitärobjekte wählten wir über Fotos, die unsere Verwandten per Facebook sandten und über Webseiten der Herstellerfirmen aus.

 

 
Ein Wald aus Holzstützen.

 
Die Bodenplatte des 1. OG ist fertig, links werden die zwei Bäder sein.

 


Blick von hinten, die Wasserrohre der Bäder sind gut zu erkennen.


Die Seite von der Straße.